Freitag, 27. April 2007

Alltag

Diese Woche habe ich die Kamera, die auf dem schon beschriebenen Gerüst befestigt ist, kalibriert. Eine kurz Beschreibung zu den Bildern: A) Zuerst muss man sich einen weißen Mantel anziehen, damit man aussieht wie ein richtiger Wissenschaftler. Dann muss man sich ein Kalibrierungsobjekt basteln. Anstatt der Schweinehaut habe ich zu r Kalibrierung ein Schachbrett genommen. B) Nun habe ich einige Bilder gemacht und in einem Programm eingefügt. Die Erkennung des Schachbrettmusters erfolgt semi-automatisch. C) Hier wird das Schachbrett 3-D erfasst und in D) erfolgt die Berechnung der Werte für die Kamera. (z.B. Fokus, Schärfe, etc)
Gestern war ich zu einem traditionell japanischen Essen eingeladen. Einige Dinge die auf den Tisch kamen habe ich am Eingang des Restaurants noch "Hallo" gesagt. Aus dem Fisch der auf dem Bild zu sehen ist wurde ein Teil roh zubereitet und ein Teil in einer Supper verkocht. Rechts neben dem Tisch steht ein großer Fernseher und ich habe das erste mal seit ich hier bin Karaoke gesungen. Ist ja recht populär im asiatischen Raum.

Sonntag, 22. April 2007

Grundschul-Aktivitäten

Mein Lao-Shi hat mich eingeladen ihn bei einem Schulausflug seiner Tochter zu begleiten, der in einem einem National Park auf privatem Gelände stattfand. Wir haben ne Strohhütte gebaut und die Kids haben sich kleine Armbrüste gebastelt und sich gegenseitig beschossen. Die kleine links auf dem Bild ist die Tocher meines Lao-Shi. Er steht auf dem Gruppenbild links neben mir. Komischerweise bin ich der einzeigste, der total abgefreakt in die Kamera schaut. Macht aber nix. Im Hintergrund seht ihr eine Hütte die wir zusammen mit den Kids gebaut habe.
Ich hab hier ein abgefahrenes Bild gemacht von einer Radarstation, die mit Außerirdischen kommuniziert.



Mittwoch, 18. April 2007

Neuer Rekord

Unglaublich: 2 Sandwiches mit Spiegeleiern drauf und getrockneten Algen, 2 weitere Bezi, eine Gemüsesuppe, 5 Frühlingsrollen, einen Apfel und ein gerösteter Babytintenfisch...

Dienstag, 17. April 2007

Von Schweinen und Geschenken

Wirklich bemerkenswert wie nett hier alle sind. Ich bekomme jeden Tag Geschenke. Heute war der Rekord: 5 kleine Tomaten, 3 Stücke Nuss-Kuchen, 3 Teigtaschen mit Früchten gefüllt, einen schönen Apfel und ein Bezi (ähnlich wie eine mit Pilzen und Fleisch gefüllte Dampfnudel). Vielleicht habe meine Kollegen Mitleid mit mir, weil ich immer so lang arbeite. Die letzten 8 Arbeitstage immer von morgens 8 bis nachts um 12. Das liegt daran, dass ich eine sehr anspruchsvolle Aufgabe habe. Bis Ende der Woche soll ich eine chinesische Masterarbeit meines Professors aus dem Jahr 1992 so aufbereiten, dass die Inhalte publiziert werden können in einem Journal mit einem Impact Factor von ca. 2,3. Das ist so als wenn man versucht aus einem alten ’92 Polo einen funktionsfähigen Düsenjet zu basteln. Hier mal ein Originalzitat aus der Masterarbeit (das ist kein Witz!):“Experiment 1. Anesthetize and shave a pig alive, and take a 300mm*300mm sized skin [...] from his back.”(auf Deutsch: Betäube und rasiere ein lebendes Schwein und nimm ein 30 cm x 30 cm großes Stück Haut aus seinem Rücken.) - Dieses Stück Haut soll ich dann benutzen um meine Kamera zu kalibrieren. Also keine einfache Aufgabe, zumal hier wenige Schweine unterwegs sind.

Montag, 9. April 2007

Die Maschine

Heute gab mir mein Lao-Shi 2 Kisten mit Schrott. Aus denen sollte ich jetzt eine Anlage bauen um statische Photometric Stereo Aufnahmen machen zu können. Da man aus dem Schrott wirklich nichts brauchbaches bauen konnte hab ich auf dem Speicher vom Krankenhaus ein paar Blechteile entwendet und machte mich ans Werk.
Was dabei rauskam kann man hier bewundern.

Um zu vergrößern einfach aufs Bild klicken.

Rüdiger

Mittlerweile kennt mich schon das halbe Krankenhaus. Als neuen Namen habe ich mir Yu Han ausgewählt, die chinesische Übersetzung meines Mädchennamens Jan. Alle nennen mich jetzt Yu Han. Ich und Rüdiger sind soweit ich das beurteilen kann die einzigsten Europäer hier in diesem Krankenhaus. Da fällt man schon auf. Sowieso sieht man nur ganz wenige Ausländer in Taipei. Hier gibt’s ein Bild von meinem Arbeitsplatz. Links neben mir steht Rüdiger, mein treuer Kumpane. Er ist immer bei mir im Zimmer und wird Modell stehen, wenn ich meine ersten Aufnahmen mache. Rüdiger gehört zu der Sorte Mensch die einem immer zuhören auch wenn man den allergrößten Müll erzählt. Gehörst Du auch zu dieser Sorte Mensch?

Die Zahl 4
Im Chinesischen sieht das Schriftzeichen für 4 sehr ähnlich aus wie das Schriftzeichen für Tod. Deshalb ist in Taiwan die Zahl 4 die Zahl des Todes, weshalb es in Hotels und Krankenhäusern kein 4tes Stockwerk gibt und auch kein Zimmer mit der Nummer 4. Hier stelle hier sobald ich kann ein kleines Beweisvideo bereit.

Donnerstag, 5. April 2007

Ankunft in Taipei

Heute bin ich in Taiwan angekommen und bin beeindruckt. Ich wurde hier wirklich sehr herzlich empfangen. Mein Professor Chi hat alles Mögliche getan um mir einen angenehmen Start in Taiwan zu geben. Ich wurde am Flughafen von Bob abgeholt, der mich an die Universitätsklinik fuhr. Dort zeigte mir Chi mein Zimmer. (Ich habe 4 Betten, also wer Lust hat nach Taiwan zu kommen...) Als ich gerade mal 5 Minuten in meinem Zimmer war klingelte das Telefon. Dran war James der Security Chef. Er bot mir seine Hilfe an für alle erdenklichen Lebenslagen. Nachdem ich aufgelegt hatte rief 3 Minuten später Robert der Director of Administration des Hospitals an um mich ebenfalls herzlich zu begrüßen. Um mich zu sehen ist Carrolin angereist. Sie abeitet bei Phillips Asia im Vetrieb und der Beratung. Warum haben die Taiwanesen alle englische Namen? Einen englischen Namen legt sich soweit ich das bis mitbekommen habe jeder Taiwanese zu. - Einfluss aus dem Westen. Mein Doc hat auch einen Arbeitsplatz für mich eingerichtet heute. Vor Carrolin, Chi und Bob hielt ich dann meine Begrüßungspräsentation, die letzendlich recht locker verlief. Heute konnt ich auch schon die Chinesische Küche probieren. Alles was auf den Tisch kam schmeckte mir fantastisch. Über die Chinesische Küche werde ich ein andermal berichten, wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe. Bei unseren heutigen kleinen Stadttour habe ich mir auch eine Handykarte besorgt. Da ich meinen Pass in meinem Zimmer hatte, hat Carrolin kurzerhand die Telefonkarte auf ihren Namen angemeldet.
Ins Internet kann ich übrigens gerade, weil ich durch das Krankhaus gelaufen bin und geschaut habe, wo es ungesicherte Netzwerke gibt. Nach ein paar Metern wurd ich fündig. Wenn mein Arbeitsplatz nächste Wochen eingerichtet ist kann ich aber auch von dort ins Netz. Für meinen Aufenthalt in Taiwan werde ich beim Bloggen auf bestimmte Themen pro Eintrag eingehen, da eine so abenteuerliche Reise wie in Süd-Amerika (www.walter-universum.blogspot.com) nicht in Aussicht steht. Auch möchte ich die Frequenz mit der ich blogge etwas reduzieren. Die meiste Zeit werde ich hier sowieso an meiner Diplomarbeit sitzen.